Kurzbeschreibung:
Region: Gardasee Süd
Trails: Ø S1, max. S2
Kurzcharakteristik: schöne Panoramatour Tour mit kleinen Trails
Start und Ziel: Gargnano
GPS-Track: tour457.gpx
Untergrund: Straße/Asphalt: 22 % Schotter: 13 % Forst-, Feld-, Radweg: 41 %
Trail: 24 %
Höhenmeter: auf- und abwärts: ca. 800 hm
Länge: ca. 17 km
Höchster Punkt: 858 m
Karte: WK 102, 694
Einkehr: Ristorante in Piovere
Auflistung der Orte:
Monte Rocchetta Trail
Track Beschreibung:
Als Matthias und ich die Trailrunde am Monte Denervo fuhren (siehe Tour 555), fiel uns am Monte Rocchetta ein Abzweig auf. In einer Kehre zwischen Piòvere und Baldis führt geradeaus ein Pfad weiter, der Sentiero 243. In allen Karten ist der sogar als breiter Weg gekennzeichnet, er sollte also nicht im Nichts enden. Auf jeden Fall wollten wir uns den mal anschauen. Für den ersten Abschnitt dieser Tour haben wir dieselbe Anfahrt gewählt wie bei der Tour 555. Schöne Strecken fährt man gerne auch mehrmals. Die Ponale-Straße im Norden des Gardasees ist dafür das beste Beispiel. Wir genießen also die Bergfahrt wie gehabt und biegen dann in den Trail ein. Der beginnt am höchsten Punkt der Tour; so sollte es immer sein, klappt aber nicht jedes Mal.
Das verrostete Gestell eines Fahrzeuges liegt im Unterholz herum. Wahrscheinlich haben es die Erbauer oder Bewohner der nah gelegenen mysteriösen, verlassenen Siedlung Boldis zurückgelassen. Vielleicht ist dieser Pfad der erste Zufahrtsweg gewesen. Hier im oberen Teil hat er sich zu einem schönen Singletrail verengt. Nach rund 200 Höhenmetern abwärts wird daraus eine extrem steile Waschbetonrampe. Die Scheibenbremsen glühen und es riecht verbrannt. Die Piste kommt aus dem Wald heraus und vor uns liegt Muslone, dahinter das überwältigende Panorama des Gardasees begrenzt vom Monte Baldo. Wie bestellt steht auch eine Bank da. Wir halten inne und saugen die Schönheit in uns auf.
Im Bergdörfchen Muslone geht das Leben seinen ruhigen Gang. Wir wollen schon die Straße hinunterrollen, als sich am Ortsausgang noch der Hinweis auf einen Pfad findet. Der entpuppt sich nach einem kurzen Anstieg als netter Trail, der ein paar Mal die Straße schneidet. Eine willkommene Alternative.
Im unteren Teil müssen wir dann doch kurz auf die Straße wechseln. Wie bei der Tour 456 verbessert den Abschluss dieser Tour noch ein alter Karrenweg, der uns schließlich an der Kirche von Gargnano ausspuckt.