Tour 500: Tremalzo (via Ledrosee)
Kurzbeschreibung:
konditionell anspruchsvolle Tour mit grandiosem Panorama bei der Abfahrt auf der berühmten Tremalzostraße
Auflistung der Orte:
Start und Ziel: Riva
Track Beschreibung:
Der Tremalzo ist der Klassiker schlechthin unter den Touren am Gardasee. Diese legendäre alte Militärstraße hat viel dazu beigetragen, dass sich der Mountainbiketourismus am Gardasee etabliert hat. Interessanterweise darf die kurvenreiche Strecke auf teils grobem Schotter vom Gipfeltunnel bis zum Passo Nota immer noch von Autos befahren werden (Stand Ende 2007). Hin und wieder trifft man sogar eine Familie mit Limousine auf Ausflug. Ob sie sich und dem Auto damit einen Gefallen tun – wer weiß? Ich bevorzuge eindeutig, diese Strecke mit dem Mountainbike zurückzulegen und zwar mit der etwas längeren Auffahrt vom Lago Ampola aus und die Schotterstrecke bergab.
Die Auffahrt vom Startpunkt Riva aus erfolgt auf bekannter Strecke über die Ponale-Straße bis zum Ledrosee (siehe auch Tour 302). Ab Pieve di Ledro gibt es einen sehr schönen Radweg bis zum Lago Ampola. Nun liegen gut 1000 Höhenmeter am Stück vor uns. Zunächst auf der Teerstraße bis zum Rifugio Garda und dann noch knapp 150 Höhenmeter bis zum Gipfeltunnel auf leichtem Schotter. Die meisten werden wohl am Rifugio Rast machen, obwohl das nicht ein unbedingt ein kulinarisches Highlight ist. Nach einer Rast fühlen sich die Höhenmeter bis zum Tunnel meist sehr zäh an. Oben ist das dann vergessen, denn nun folgt eine der schönsten Abfahrten am Gardasee. In vielen Serpentinen schlängelt sich die von italienischen Alpinisti gebaute Kriegsstraße bis zum Passo Nota. Hier gibt es auch eine Rastmöglichkeit. Weiter geht der Weg in Richtung Passo Rocchetta und Pregasina. Auf der Strecke warten einige deftige Gegenanstiege, so dass es sich anbietet, an der Selbstversorgerhütte Baita Segala (siehe auch Hinweise bei Tour 506) eine kurze Pause einzulegen. Danach wird die Strecke zum Pfad und später zum schmalen Singletrail, bis am Passo Rocchetta eine kurze Schiebestrecke wartet. Mitunter ist hier mit einigem Gegenverkehr zu rechnen, denn nicht wenige Mountainbiker fahren diese Tour auch andersherum. Wenn man dann bergab an der schönen Wurzelpassage zur Malga Palaer an seiner Fahrtechnik feilt, fragt man sich wohl, ob das bergauf auch das reine Vergnügen darstellt. Wie dem auch sei, die Geschmäcker sind halt verschieden. Um auf die Wurzel-Passage zu gelangen, muss man am Passo Rocchetta den linken oberen Weg 422 nehmen. Die Direttissima zur Malga Palaer ist einfach nur eine sehr steile, rutschige Rinne; da bietet der besagte Wurzeltrail deutlich mehr Fahrspaß. Dieser endet an einer breiten Forststraße.
Wir biegen hier jedoch scharf rechts ab und sind im Nu an der Malga Palaer. Der weitere Weg bis Pregasina ist leicht, aber steil. An der Bocca Larici wartet noch ein schöner Aussichtspunkt, ehe wir in Pregasina einrollen. Vorsicht! Kurz vor dem Ort ist eine Schranke, die meist geschlossen ist. Pause oder nicht, egal, die restliche Strecke auf der alten Ponale-Straße ist einfach und so wunderschön, dass das Lächeln bis Riva kaum vom Gesicht verschwinden wird.
Track Kommentar:
Region: Gardasee Nord Trails: Ø S0, max. S1, bei DVD-Variante S2
Höchster Punkt: 1813 m
Höhenmeter: aufwärts: ca. 2000 hm - abwärts: ca. 2000 hm
Karte: KOMPASS WK 71, 101, 102, 690
Einkehr: Rifugio Garda, Rif. am Passo Nota, Baita Segala, Hotel Panorama in Pregasina
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